17.
Mai. 2013

Im Interview: Joko und Klaas

Joko und Klaas im Interview

Joko und Klaas im Interview

Früher gab es “Dick und Doof” oder auch “Starsky und Hutch” – jetzt gibt es Joko und Klaas. Seit einigen Jahren schon kennt man Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf nur als Duo. Seit einigen Wochen machen sie mit ihrem Fernsehformat “Circus HalliGalli” Furore. Während die Einschaltquoten durchaus zufriedenstellend sind, läuft Circus HalliGalli auf twitter permanent zu Hochform auf und ist somit jeden Montag pünktlich zum Start der Sendung Trending Topic.

Im Zuge des 33. Mediengipfels, der am Dienstag stattfand, hatten wir die Gelegenheit Joko und Klaas zu interviewen – über Einschaltquoten, twitter als Indikator für Erfolg und Fernsehen im Internet.

16.
Mai. 2013

Einladung zum UdL Digital Talk mit Renate Künast und Nico Lumma

Renate Künast

Renate Künast

Theoretisch dürften einige Politiker dieser Tage schlecht schlafen. Denn: Fast jeder Dritte Bundesbürger ist nach einer neuen Studie politikverdrossen. Was das heißt? Dass nicht nur das Interesse an politischen Ereignissen abnimmt sondern ebenso die Bereitschaft, sich als Bürger an politischen Prozessen – wie Wahlen – zu beteiligen. Woraus resultiert diese Politikverdrossenheit und – fast noch wichtiger – wie kann sie eingedämmt werden? Darüber diskutieren am 22. Mai um 18.30 Uhr beim UdL Digital Talk im BASE_camp Renate Künast Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Nico Lumma, Internet-Pionier der ersten Stunde und Co-Vorsitzender von D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt.

“Kann die Digitalisierung Politikverdrossenheit abbauen oder befeuert sie diese” soll die zentrale Frage sein, mit der Moderator Cherno Jobatey Renate Künast und Nico Lumma konfrontiert. Sind Tools wie Liquid Feedback, Wikipedia, twitter und Facebook imstande, Menschen zu mehr politischer Anteilnahme zu bewegen? Oder aber führt digitale Kommunikation im politischen Kontext dazu, dass zwar die Bereitschaft, einen Knopf zu drücken, steigt, gleichzeitig aber das fundamentale Interesse aufgrund von permanenter Verfügbarkeit und einem Überangebot abnimmt? Sind Politiker am Ende eventuell schuld, weil sie zu wenig den Dialog mit dem Bürger suchen? Oder aber ist es der zunehmende digitale Dialog, durch den sich Bürger enttäuscht von der Politik abwenden, weil ihre Bedürfnisse nun offensichtlich nicht ernst genommen werden?

Diskutieren Sie mit Renate Künast und Nico Lumma am 22. Mai um 18.30 Uhr (Einlass um 18.00 Uhr) im BASE_camp. Melden Sie sich kostenlos über facebook und Xing für den UdL Digital Talk “Kann die Digitalisierung Politikverdrossenheit abbauen oder befeuert sie diese” an.

15.
Mai. 2013

Tauziehen um Domaininhaber-Daten

Domaininhaber-Daten sollen neu definiert werden. Was bedeutet das für die Whois-Daten?

Domaininhaber-Daten sollen neu definiert werden. Was bedeutet das für die Whois-Daten?

Autorin: Monika Ermert

Wie viele Daten muss ein Domaininhaber öffentlich von sich preisgeben? Gehört eine Email-Adresse, eine private Postadresse oder Rufnummer in eine frei zugängliche Datenbank? Über die Frage der so genannten „Whois-Daten“ wird bei der privaten Netzverwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) seit mehr als einem Jahrzehnt gestritten. Eine handverlesene Expertengruppe soll nun Empfehlungen zu „next generation top level domain directory services“ entwickeln. Die Umbenennung des guten alten „Whois“ löst aber die bestehenden Interessenkonflikte allerdings keineswegs auf.

Eine ganze Heerschar von Arbeitsgruppen hat die widerstreitenden Interessen seit der Gründung der ICANN dokumentiert. Datenschutzaktivisten warnten stets vor dem Missbrauch der veröffentlichten „Whois“-Daten durch Kriminelle und Spammer – aber auch durch autoritäre Regierungen. Eine Reihe von Strafverfolgungsbehörden sowie Urheberrechts- und Markenrechtsinhaber drängten dagegen auf fette, korrekte und, vor allem, offene Whois-Datenbanken.

Whois, das Neue erfinden….

So schwer kann das Whois-Problem nicht sein, hatte der neue Präsident der ICANN, Fadi Chehade kurz nach seinem Amtsantritt gesagt im letzen Jahr gesagt. Bei der Einsetzung seiner „Expert Working Group on gTLD Directory Services“ (EWG) wählte er dennoch ein neues Label. Die EWG soll laut Chehade der ICANN „helfen, den Zweck und die Bereitstellung von Domaininhaber- und Registrierungsdaten neu zu definieren“, hieß es in der Ankündigung.

Mit von der Partie in der EWG sind Vertreter von Domainunternehmen, der kanadischen Behörde „Service Canada“, der EU-Kommission und der Markenrechts- und Urheberrecht-Lobby. Chehades Verzicht, neben einem einzigen Vertreter eines Nutzergremiums der ICANN auch einen offiziellen Datenschützer zu laden, brachte ihm viel Kritik ein.

Auf den Sachverstand der Datenschützer hatte die ICANN trotz mancher Warnungen auch in den parallel zur EWG-Arbeit laufenden, praktischen Vertragsverhandlungen mit den Registraren und Registries verzichtet. Wie gewohnt gehörten erweiterte Auflagen für das Whois dort zu den Hauptstreitpunkten für das Registrar Accrediation Agreement.

 …das alte durchsetzen

Angesichts der drohenden Einführung einer Vorratsdatenspeicherung für Domaininhaberdaten und IP-Adressen aus dem Datenverkehr zwischen Registrar und Kunden hat sich schließlich sogar die Artikel 29-Gruppe der EU Datenschutzbehörden wieder einmal ungefragt in die Whois-Debatte eingemischt. Registrare, deren Rechtsordnungen das anlasslose Datensammeln verbieten, können nun von Ausnahmeregelungen Gebrauch machen.

Einige Auflagen auf der Liste neuer Auflagen für das Whois gehen auch auf Empfehlungen des Whois-Review Teams zurück (einem von der US-Regierung verordneten Auditgremium). Verlangten die Strafverfolger eine Validierung von Domaininhaberdaten, wollte das Review Team, unter anderem, dass die Endnutzer auf die Whois-Regeln festgenagelt werden. Überdies sollen Domainverkäufer schon jetzt prophylaktisch einen noch in der Entwicklung befindlichen technischen Standard anerkennen. Der wird gerade erst auf Betreiben der ICANN und der IP-Adressverwalter beim Standardisierungsgremium Internet Engineering Task Force (IETF) vorangetrieben.

Neuer technischer Standard

In der IETF-Arbeitsgruppe Web Extensible Internet Registration Data Service (weirds) stellt man sich für das zukünftige Whois ein mächtiges Tool vor, mit dem nicht nur klassische Whois-Daten, sondern auch zusätzliche Informationen viel einheitlicher und über Sprachgrenzen hinweg gesammelt und abrufbar gemacht werden können. Die Regeln für den Zugriff auf das Mehr an Daten sollen klar abgekoppelt sein von der Sammlung. Die Hoheit darüber bleibe bei den jeweiligen Nutzern, also der ICANN, lokalen Registries oder Länderadresszonen, so versichern die Experten wie Olaf Kolkman (NLnet Labs), einer der weirds-Vorsitzenden.

Allerdings lässt allein schon die Mandatierung eines technischen Standards die ICANN sehr wie einen Regulierer aussehen. Noch laufen die Kommentierungsverfahren zu den ICANN-Verträgen, zu WEIRDS und zur EWG. Auch die, die am Ende betroffen sind, können sich überall noch zu Wort melden.

Die E-Plus Gruppe unterstützt das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft beim Aufbau einer Plattform zu Fragen der Internet-Regulierung. Der vorstehende Artikel erscheint im Rahmen dieser Kooperation auf UdL Digital.

14.
Mai. 2013

Ist Content Marketing für die Politik ein Thema?

Content Marketing ist auch in der politischen Kommunikation König

Content Marketing ist auch in der politischen Kommunikation König

Seit einigen Monaten wird in der Kommunikationsbranche das Thema “Content Marketing” rauf- und runterdiskutiert. Ist das Thema Content Marketing auch für die politische Kommunikation, also für Digitial Public Affairs, relevant?

Inhalte stehen im Vordergrund

Was versteht man unter Content Marketing? Wikipedia definitiert den Begriff wie folgt: “Content Marketing ist eine Marketing-Technik, die mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten durch Profile individualisierte Personen anspricht, um sie vom eigenen Unternehmen und seinem Leistungsangebot zu überzeugen und sie als Kunden zu gewinnen oder zu halten.” So weit – so unbestimmt. Weiter: “Im Gegensatz zu werbenden Techniken wie Anzeigen, Banner oder Werbespots, stellen die Inhalte des Content Marketings nicht die positive Darstellung des eigenen Unternehmens mit seinen Produkten in den Mittelpunkt, sondern bieten nützliche Informationen, weiterbringendes Wissen oder anziehende Unterhaltung. Content Marketing orientiert sich in der Ansprache und der Thematik an Fachpresse-, Beratungs- und Unterhaltungspublikationen. Seine Ziele erreicht das Content Marketing, indem es den Inhaltsproduzenten als Experten, Berater und Entertainer profiliert, der Kompetenzen, Know-How und Wertversprechen durch den Inhalt demonstriert, statt sie nur zu behaupten.”

Content Marketing ist die Vermittlung von Ideen

Wir haben Lars Kempin und Thilo Specht (beide schreiben gerade das Buch “Content Marketing”, das im Herbst erscheinen wird) gefragt, inwiefern sie Content Marketing in der politischen Kommunikation verortern: “Ja, Parteien versuchen Themen zu besetzen. Ob intern wie im Grundsatzprogramm oder extern im Wahlkampfprogramm – das sind alles erklärungsbedürftige Inhalte, die mit Hilfe einer cleveren Content Marketing-Strategie an die Delegierten bzw. an die Wähler vermittelt werden können. Vielleicht ist das auch eine Chance der Zuspitzung, auf die mangelnden charismatischen Köpfe dieser Republik entgegenzuwirken. Setzt jedoch voraus, dass die Inhalte so aufbereitet werden, dass es sich lohnt damit auseinanderzusetzen”, so Lars Kempin. Gerade im Hinblick auf September, wenn ein neuer Bundestag gewählt wird und im Vorfeld Wahlkampf betrieben wird, kann Content Marketing ein überaus wichtiges Instrument sein, so Thilo Specht: “Wird Content im Wahlkampf als Idee verstanden, für die eine Partei streitet, dann ist Content Marketing die erfolgreiche Vermittlung dieser Idee. Etwa können gut aufbereitete Infografiken viel besser und glaubhaft Sachzwänge und unangenehme Wahrheiten vermitteln als trotzige Textlawinen mit zig Seitenhieben auf den politischen Gegner. Plattformen, die die Positionen der Partei mit den persönlichen Erfahrungen und Geschichten ihrer Mitglieder unterfüttern, geben den Wählern Anknüpfungspunkte für die eigene Lebensrealität. Tatsächlich eignet sich Content Marketing besonders für digitale Formate mit Interaktionsmöglichkeiten – denn im Internet findet politische Überzeugungsarbeit an der Basis statt.”

13.
Mai. 2013

E-Plus Gruppe: Seit 20 Jahren eine feste Größe im deutschen Mobilfunk

Die E-Plus Gruppe wird 20 Jahre alt

Die E-Plus Gruppe wird 20 Jahre alt

Mit dem Einzug von E-Plus in den deutschen Mobilfunk vor ziemlich genau 20 Jahren wurde schnell klar, welch wichtige Rolle der neue Anbieter für den Wettbewerb in dem seinerzeit noch jungen Telekommunikationsmarkt haben würde. Mit dem Eintrag der E-Plus Mobilfunk GmbH ins Handelsregister am 5. April 1993 begann eine neue Ära im Mobilfunkwettbewerb und eine einzigartige Industrie- und Erfolgsgeschichte. Heute, 20 Jahre später ist die E-Plus Gruppe mit rund 24 Millionen Kunden der drittgrößte Mobilfunk-Anbieter des Landes. Und wie in den Anfangsjahren steht auch aktuell das runde Geburtstagsjahr ganz im Zeichen des Netzausbaus: In weltweiter Rekordgeschwindigkeit und mit einem seinerzeit komplett neuen Netzstandard gelang es ab 1993, ein funktionierendes Mobilfunknetz aufzubauen. Mit Investitionen von mehreren 100 Millionen Euro setzt das Unternehmen heute voll auf das mobile Breitband und höhere Geschwindigkeiten im mobilen Internet. Auch in den vergangenen beiden Jahren hatte der Anbieter jeweils über 500 Millionen Euro ins Netz investiert. Im Zentrum der Investitionen steht dabei damals wie heute der tatsächliche Kundenbedarf. Und das nicht nur im Netzausbau: Auch auf Produktseite setzte das Unternehmen mit „Erfindungen“ wie der Prepaid-Karte, Minutenpaketen, Discount-Tarifen, Flatrates und Allnet-Flatrates für weniger als 20 Euro auf die Bedürfnisse seiner Kunden.

Demokratisierung des Mobilfunks

Und das zu Preisen, die das Produkt Mobilfunk über die Jahre endgültig für jedermann erschwinglich gemacht haben. Diese Demokratisierung des Mobilfunks ist eine der „Lebensleistungen“ der E-Plus Gruppe und ihrer Marken und zeigt die Bedeutung des Mobilfunkanbieters für den Markt und die Verbraucher. Seit Gründung ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf eine kundenorientierte Alternative zum einstigen Duopol aus Telekom und Vodafone.

Kundenbedürfnisse als Treiber der Entwicklung

Über 4.000 Mitarbeiter versorgen rund 24 Millionen Kunden mit Sprachtelefonie, SMS und zunehmend auch mobilem Internet. Als erster Netzbetreiber setzte E-Plus ab 2005 auf eine Mehrmarkenstrategie. Mehrere Marken mit unterschiedlichen Produkten bedienen seitdem zielgruppenspezifisch verschiedene Kundensegmente statt alle Kundenbedürfnisse über einen Kamm zu scheren. Dazu gehören die Flatrate-Marke BASE sowie Anbieter speziell für Online-Surfer oder Zielgruppen mit Migrationshintergrund. simyoblau.de, Ortel, Ay Yildiz oder yourfone sind aus dem deutschen Telekommunikationsmarkt nicht wegzudenken.

Mobiles Internet im Fokus

Wie kaum eine Anwendung seit Beginn des Mobilfunks prägt aktuell die mobile Nutzung von Datenservices den Markt und damit auch die Anbieter. Der Smartphone-Boom und das massive Wachstum der mobilen Datennutzung sorgen für eine grundlegende Veränderung der Geschäftsmodelle der Anbieter – und damit auch bei E-Plus: statt ein auf Sprache fokussiertes Business zählt jetzt ein datenzentriertes Geschäftsmodell. Neben dem Netzausbau sind auch hier die passenden Angebote für die Kunden erfolgsentscheidend. Mit attraktiven Allnet-Flats und einem passenden Smartphone-Sortiment wird die E-Plus Gruppe mit ihren Marken diesem Trend gerecht. Das Ziel und gleichzeitig der Anspruch des Unternehmens: Alle üblichen mobilen Smartphone-Anwendungen sollen dort, wo sich die Kunden üblicherweise aufhalten, auf hohem Niveau nutzbar sein. Mobiles Datenvergnügen immer und überall nutzbar – und für jedermann bezahlbar! Auch hier steht dies im Mittelpunkt der Bestrebungen von E-Plus.