Gleiche Chancen ohne Altersgrenzen im mobilen Internet

Telefónica stellt mit Stiftung Digitale Chancen Tablet-PCs zur Verfügung, Foto: E-Plus Gruppe
Veröffentlicht am 30.10.2013

Noch etwas zögerlich machten die Internetneulinge und Teilnehmer des Projektes „Tablet PCs für Seniorinnen und Senioren“ im Frühjahr 2012 ihre ersten Erfahrungen  mit dem mobilen Internet. Bei einigen von ihnen waren Vorbehalte groß: so galt das Netz aus Sicht vieler älterer Menschen als „Spielzeug“ der Jugend. Mittlerweile sind die mobilen Geräte jedoch für viele der teilnehmenden Senioren zu einem wichtigen Begleiter geworden. Ob E-Mails schreiben, Musik hören, Suchmaschinen und soziale Netzwerke nutzen oder per Videotelefonie mit Freunden, Enkeln und Kindern zu sprechen – Im Internet gibt es zahlreiche Angebote, die gerade auch für den Alltag der älteren Generation nützlich sind. Die teilnehmenden Senioren wollen dabei sein und die digitale Welt erobern. Dennoch zeigt der aktuelle D21-Digital-Index, dass längst nicht alle Senioren ihre Berührungsängste überwunden haben. Viele Ältere fremdeln noch immer mit der modernen Technik, etwa weil sie Datenschutz- und Sicherheitsbedenken haben oder ihnen die Bedienung von Desktop- PCs zu kompliziert ist.

Große Unterstützung für Senioren von Jung und Alt

Rentner_Tablets
Foto: E-Plus Gruppe

Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die E-Plus Gruppe gemeinsam mit der Stiftung Digitale Chancen das Projekt „Tablet PCs für Seniorinnen und Senioren“ ins Leben gerufen.  E-Plus stattet ausgewählte Senioreneinrichtungen in Deutschland für eine bestimmte Dauer mit Tablet PCs und einer Internetflatrate aus. Denn die eingesetzten Tablet PCs sind intuitiv bedienbar und sollen den Senioren den Einstieg in die Internetnutzung erleichtern. Die Stiftung Digitale Chancen betreut das Projekt. Unterstützt werden die Silver-Surfer von Schülerpaten: Ältere werden von Jüngeren an die Hand genommen und stehen ihnen bei Online-Schulungen mit Rat und Tat zur Seite.

Gefördert wird das Projekt auch von zahlreichen Politikern und Prominenten: So setzt sich Schauspieler Erol Sander seit Langem für die Partizipation älterer Menschen an der Welt der digitalen Kommunikation ein. „Jeder kann innerhalb von kurzer Zeit die Internetwelt kennenlernen. Das ist ganz einfach – man muss es den älteren Menschen nur erklären“, so Sander.

2012 zeichnete Telecentre Europe das Projekt aus und resümiert, dass der Initiative europaweit eine Vorreiterrolle zukomme.

 

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