07 Sep 2012

Smartphones: Wie sie die Welt verändern

Wahlkampf per Smartphone: Wahlkampf-App von Obama

Wahlkampf per Smartphone: Wahlkampf-App von Obama

Immer mehr Menschen nutzen Smartphones ganz selbstverständlich im alltäglichen Leben. Was bedeutet das für die Politik?

Zehn Wege, wie Smartphones die Welt verändern – so lautete der Titel der europäischen Ausgabe des TIME-Magazins vom 27. August 2012. Die Autoren stellen anhand von zehn Beispielen dar, wie die immer breiter werdende Nutzung von Smartphones unser aller Leben einem Wandel unterwirft, und das in allen Bereichen: dem täglichen Leben, unserer Gesellschaft als solcher und auch der Politik.

Social Media im Wahlkampfeinsatz

Bereits bei den letzten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2008 digitalisierte Barack Obama den Wahlkampf. Er nutzte das Internet und vor allem Social Media, immer häufiger über Smartphones abgerufen, um Wähler direkt anzusprechen und von sich zu überzeugen. Was damals als bahnbrechend gefeiert wurde, ist mittlerweile zum Standardprogramm geworden, und das auch durchaus in Deutschland.

Social Media in der deutschen Politik

Immer weniger Politiker sind auf keiner der Social Media-Plattformen zu finden, immer mehr sehen den stetig wachsenden Einfluss der Digitalen auf den öffentlichen Meinungsbildungsprozess. So ist auch im kommenden Bundestagswahlkampf mit verstärktem Einsatz von facebook und twitter zu rechnen. Doch in den USA ist man schon wieder viele Schritte weiter.

Ein Großteil der Bevölkerung nutzt Smartphones

Nicht nur die Nutzungszahlen der amerikanischen facebook-User hat sich während der letzten vier Jahre vervierfacht – mittlerweile verfügt auch ein großer Teil der Bevölkerung über ein Smartphone, bis 2015 soll es fast jeder Zweite sein. Damit eröffnen sich für die Wahlkampfmanager gänzlich neue Möglichkeiten bei der Stimmenjagd.

Smartphone-Apps für den Wahlkampf

So hat das Obama-Team eine App entwickelt, die ihren Wahlkampfhelfern dabei hilft, die direkte Stimmenwerbung zu organisieren – über das Smartphone ist abzurufen, bei welchen Häusern schon Vertreter der Partei waren, wo noch Bedarf besteht und zeichnet auch auf, wie die Gespräche verlaufen sind. Auch ist es möglich, kleinere Beträge über sein Smartphone zu spenden oder sich in Echtzeit über parteiinterne Entwicklungen informieren zu lassen. Auch die Parteienwerbung nimmt neue Formen an – sie kann an die Smartphones der Besucher einer bestimmten Veranstaltung geschickt werden, und zwar nur an die. Auf diese Weise können potenzielle Wähler viel direkter und gezielter angesprochen werden.

Social Media noch nicht ausgereizt

Viele Möglichkeiten werden noch gar nicht genutzt – Aufrufe über facebook, zur Wahl zu gehen oder gezielte Ansprache von potentiellen Wählern aufgrund von Freundeslisten zum Beispiel. Ungewiss ist die Frage, inwieweit diese Praktiken in Deutschland übernommen werden können – allein das amerikanische Datenschutzrecht macht Anwendungen möglich, an die hierzulande gar nicht zu denken ist.

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