UdL Digital Talk zum Leistungsschutzrecht mit Google und Springer

Für gewöhnlich begegnen sich ein politischer Entscheidungsträger sowie ein prominenter Vertreter der Digitalisierung bei UdL Digital Talk, um über ein „digitales Thema“, das die Gesellschaft bewegt, zu diskutieren. 20 Mal haben wir dieses Setting gewählt – um es nun außer Kraft zu setzen. Der Grund für dieses bisher einmalige Vorgehen: Es geht um das Leistungsschutzrecht. Kein anderes Thema bewegt die Diskussion im deutschen Internet derzeit mehr. Die Gräben scheinen derart zu tief sein, als dass man sich die Frage stellen muss, ob und inwiefern es überhaupt am Ende einen Konsens geben kann.

Leistungsschutzrecht: Worum geht’s?

Kay Oberbeck (Google)
Kay Oberbeck (Google)
Die Diskussion um das Leistungsschutzrecht hat im wesentlich zwei gegensätzliche Parteien: Die Verlage und Google. Google soll per Gesetz dazu verpflichtet werden, Verlagen Lizenzgebühren für die Verwendung von Teasern (also kurze Texte) in den Suchergebnissen zu zahlen. Klar, dass Google davon nicht begeistert ist. Doch nicht nur der Suchmaschinen-Konzern selbst macht Stimmung gegen das Gesetz, auch viele prominente Blogger haben sich zu Wort gemeldet und sprechen sich gegen das Vorhaben aus. Gleichzeitig verteidigen Verlage das Gesetz, Google würde mit ihren Inhalten Milliarden verdienen, ohne die Verlage an den Umsätzen zu beteiligen.

Es diskutieren Oberbeck und Keese

Christoph Keese (Axel Springer)
Christoph Keese (Axel Springer)

Wer hat recht? Und noch viel wichtiger: Lässt sich dieser Konflikt noch mithilfe eines Kompromisses, mit dem nicht nur beide Seiten sondern auch und vor allem der Nutzer gut leben könnten, lösen? Darüber werden beim nächsten UdL Digital Talk Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG, und Kay Oberbeck, Kommunikationschef von Google in Deutschland, unter der Moderation von Cherno Jobatey diskutieren.

Die Veranstaltung findet am 6. Dezember 2012 im BASE_camp um 17.00 Uhr statt. Die Anmeldung erfolgt kostenlos über Xing und facebook.

Hier finden Sie eine Übersicht über die bisherigen UdL Digital Talks.

6 Kommentare

  1. Naja, was gibt’s da noch so groß zu diskutieren, die Fronten dürften klar sein. Herr Keese (aka „die Verlage“) möchte sich nicht selbst aus den Suchmaschinen nehmen, sondern Besucher absaugen und dazu noch Geld kassieren. Herr Oberbeck (aka „die Suchmaschinen“) findet das blöd, weil seine Besucher dem Herrn Keese ja Werbeeinnahmen generieren – und schon braucht Herr Keese nicht mehr murren, weil er nicht mehr auffindbar ist. War doch alles schon da (wir blicken nach Belgien). Ich bin nur gespannt, wie Herr Keese reagiert, wenn er endlich sein Gesetz bekommten hat und trotzdem kein Geld in die Kassen gespült werden…

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